Ungarn hat 2025 einen neuen Tourismusrekord aufgestellt – und die Region Pécs mit ihrer einzigartigen Thermallandschaft gehört zu den klaren Gewinnern. Das Zentralamt für Statistik (KSH) bestätigte im Januar 2026 das bislang stärkste Tourismusjahr der ungarischen Geschichte. Für Reisende, die Thermalurlaub mit Kulturgenuss verbinden möchten, ist das Urlaubsgebiet Pécs-Villány jetzt attraktiver denn je – mit frisch renovierten Hotels, einem wachsenden Kurangebot und Thermalbädern von internationalem Rang.

Rekordjahr 2025: Was die KSH-Zahlen für Pécs bedeuten
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im Gesamtjahr 2025 registrierte das KSH rund 19,55 Millionen Gäste mit 46,8 Millionen Übernachtungen – das waren nochmals 7,5 % bzw. 4,5 % mehr als im bisherigen Rekordjahr 2024. Damit hat Ungarn sich endgültig als eines der dynamischsten Reiseziele Mitteleuropas etabliert.
Besonders erfreulich für Liebhaber des Thermalurlaubs: Einheimische Urlauber gönnten sich überdurchschnittlich viele Übernachtungen, mit einem überdurchschnittlichen Zuwachs regional betrachtet im Urlaubsgebiet Pécs-Villány, am Balaton und in Budapest. Die südtransdanubische Metropole und ihr Thermalumland zählen damit zu den Regionen, die 2025 besonders stark vom nationalen Boom profitiert haben.
Auch das Jahr 2026 setzt diese Dynamik fort: Das Wirtschaftsministerium bewertete die ersten Tourismuszahlen für 2026 optimistisch. Nach dem Rekordjahr 2025 mit rund 20 Millionen Gästen machten im Januar 6 % mehr Ausländer und 4,5 % mehr Einheimische Urlaub in Ungarn.
Pécs als Touristikzentrum: Zahlen, Fakten, Perspektiven
Pécs ist die unbestrittene Hauptstadt des Komitats Baranya und gleichzeitig das touristische Herzstück Südungarns. Kollektiv ziehen Debrecen, Pécs, Szeged und Eger geschätzte 3 bis 4 Millionen Besucher jährlich an – gestützt durch Ungarns Gesamtanstieg auf über 15 Millionen Gäste in den ersten neun Monaten des Jahres, wobei das regionale Wachstum durch Kulturveranstaltungen und verbesserte Erreichbarkeit angetrieben wird.
Für die Stadt selbst liefert eine aktuelle Marktanalyse bemerkenswerte Detailzahlen: Pécs selbst verzeichnete rund 580.000 Übernachtungen, wobei Inlandstouristen 71 % des Gesamtaufkommens ausmachten. Das zeigt: Die Stadt ist vor allem bei ungarischen Gästen beliebt – ein Potenzial, das für die weitere Entwicklung des Thermalangebots genutzt werden soll.
Das Hotelsegment in Pécs steht vor einem bedeutenden Wandel. Zwei Projekte in der Entwicklung werden das gehobene Segment grundlegend verändern: Die Renovierung des historischen Hotel Nádor im Wert von 4,2 Milliarden Forint soll Anfang 2026 als Vier-Sterne-Superior-Haus wiedereröffnet werden. Dazu kommt die Umwandlung der ehemaligen Brennofenhalle des Zsolnay-Werks in ein Designhotel mit 65 Zimmern. Zusammen werden diese Ergänzungen das gehobene Bettenangebot um 28 % erhöhen und könnten den Durchschnittspreis für Vier-Sterne-Häuser von 42.000 auf 51.000 Forint anheben, laut CBRE Hungarys Regional Hotel Market Outlook.
Wer Ungarns vielfältige Reiseziele kennenlernen möchte, findet in Pécs einen idealen Ausgangspunkt: Die Stadt bietet ein UNESCO-Welterbe, türkische Baudenkmäler, das weltberühmte Zsolnay-Kulturviertel und eine lebendige Weinregion – alles in unmittelbarer Reichweite der Thermalbäder des Südens.
Die Thermallandschaft der Region Pécs: Harkány, Siklós, Szigetvár
Was viele Reisende nicht wissen: Pécs selbst hat kein eigenes großes Thermalbad – dafür liegt die Stadt inmitten einer dichten Thermallandschaft, die zu den heilkräftigsten Südeuropas zählt. Innerhalb einer Stunde Fahrzeit sind gleich drei bedeutende Kurbäder erreichbar.
Harkány: Das „Mekka der Rheumatiker“
Das Thermalbad Harkány liegt rund 50 Minuten von Pécs entfernt und ist ein weltberühmtes Frei- und Heilbad. Dank günstiger natürlicher Bedingungen, der Heilkraft des Thermalwassers und einer wunderschönen Umgebung erhielt die Therme Harkány auch den Spitznamen „Mekka der Rheumatiker“ – ihre Besucherzahl übersteigt 1 Million Personen pro Jahr.
Das Bad empfängt Familien und Erholungssuchende mit alkalisch-hydrogenkarbonathaltigem und schwefelhaltigem Heilwasser, in einem Naturpark von 13,5 Hektar, einer Wasserfläche von nahezu 8.000 m², einem überdachten Erholungsbereich von 5.000 m² und einem Erlebnisbecken.
Bei der Vorbeugung und Behandlung von Bewegungsapparat- und Gelenkerkrankungen, bei der Verbesserung von Osteoporose, chronischen gynäkologischen Entzündungen und Störungen des Lymphkreislaufs werden in Harkány hervorragende Behandlungsergebnisse erzielt. Auch bei Schuppenflechte (Psoriasis) verzeichnen Dermatologen ausgezeichnete Therapieerfolge.
Das Heilbad Harkány blickt auf eine fast 200-jährige Geschichte zurück. Die erste schriftliche Erwähnung der heilsamen Wirkungen des lokalen Heilwassers stammt aus dem Jahr 1823; der Bau des Bades wurde 1824 von der Familie Batthyány begonnen.
Therme Siklós und Szigetvár: Zwei weitere Juwelen
Das Thermalbad Siklós liegt in einer einzigartigen Natur- und Geschichtskulisse direkt neben der Burg Siklós. Eine Kombination aus Burgbesichtigung und Thermalbesuch macht diesen Ort zu einem echten Geheimtipp für Kulturreisende.
Das Thermalbad von Szigetvár, rund 45 Minuten von Pécs entfernt, ist eine außergewöhnliche Einrichtung, in der 62 °C heißes Thermalwasser unvergessliche Entspannung bietet. Die historisch bedeutsame Festungsstadt macht den Besuch zu einem Erlebnis, das Wellness und Geschichte miteinander verbindet.
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Der Kontext: Ungarn als Thermalreise-Nation
Ungarns Ruf als führendes Thermalreiseziel Europas ist kein Zufall. Die regionalen Zentren wie Pécs fungieren als unverzichtbare Stützpunkte für Tagesausflüge in die Umgebung und ergänzen so Budapests dominante Stellung im nationalen Tourismus.
Dass die Nachfrage nach Thermalerlebnissen in der gesamten Region wächst, belegen auch Zahlen aus dem benachbarten Miskolc: Der Thermen- und Kulturtourismus von Miskolc erzielte im ersten Halbjahr 2025 direkte Einnahmen von 8,4 Milliarden Forint. Für das Urlaubsgebiet Pécs-Villány-Harkány dürfte der Trend vergleichbar sein, zumal das dortige Angebot durch das schwefelhaltigen Heilwasser ein klar abgrenzbares medizinisches Alleinstellungsmerkmal bietet.
Ein Blick auf die ungarischen Gesamtzahlen unterstreicht die strukturelle Stärke: Erstmals seit der Corona-Pandemie dominierten wieder ausländische Gäste das Geschehen – ihre Besucherzahl nahm gegenüber 2024 um mehr als eine Million Personen auf knapp 9,9 Millionen Urlauber zu, die 24,3 Millionen Übernachtungen buchten. Das ist eine Botschaft auch für die Region Pécs, die ihren Anteil an internationalen Gästen gezielt ausbauen will.
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Was die Region Pécs für Thermalurlauber besonders macht
Die Region Baranya verbindet auf einzigartige Weise mehrere Reiseanreize: das mediterrane Klima (die wärmste Region Ungarns), die Weinregion Villány mit internationalen Preisauszeichnungen, das osmanische und römische Kulturerbe von Pécs sowie die Dichte an Heilthermen im Umland. Harkány ist ein beliebtes Ziel für alle, die sich in heißem Thermalwasser entspannen und erholen möchten. Das Thermalbad liegt inmitten jahrhundertealter Bäume und Zsolnay-Brunnen und ist eines der bekanntesten Heilbäder Mitteleuropas. Das Wasser hilft bei der Vorbeugung vieler Krankheiten wie Osteoporose, chronische Entzündungen oder Schuppenflechte.
Auch die unmittelbare Nachbarschaft zu Kroatien macht die Region attraktiv: Tagesausflüge in die Drauregion oder nach Osijek lassen sich mühelos mit einem Kururlaub kombinieren. Wer die Kulturangebote Ungarns jenseits von Budapest entdecken möchte, findet in Pécs eine lebendige Szene mit Museen, Festivals und einer der ältesten Universitäten Mitteleuropas.
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Praxistipps für Ihren Thermalurlaub in der Region Pécs
- Beste Reisezeit: Ganzjährig möglich; die Therme Harkány ist das ganze Jahr geöffnet. Sommersaison (Mai–Oktober) mit Außenbecken und Rutschenpark. Herbst ideal für Weinreisen + Kur-Kombination.
- Anreise: Mit dem Auto über die M6 von Budapest in ca. 2,5 Stunden. Zug bis Pécs, dann Bus oder Mietwagen in die Thermalbäder der Umgebung.
- Unterkunft: Pécs bietet Hotels aller Kategorien; für Kuraufenthalte empfehlen sich die Pensionen direkt in Harkány mit medizinischer Betreuung vor Ort.
- Thermaldreieck: Harkány (Schwefelwasser, Rheuma), Siklós (Burg + Therme), Szigetvár (62 °C Heilwasser) lassen sich ideal zu einer mehrtägigen Thermalrundreise verbinden.
- Kombination: UNESCO-Welterbe Pécs (frühchristliche Grabkammern), Zsolnay-Kulturviertel und Weinprobe in Villány ergänzen den Kuraufenthalt perfekt.
- Budget: Thermalbesuche in Ungarn sind im europäischen Vergleich günstig; Tagestickets in Harkány liegen deutlich unter dem Niveau westeuropäischer Thermen.
Planen Sie Ihre Reise jetzt und profitieren Sie vom Rückenwind des ungarischen Tourismusbooms: Kulinarische Highlights Ungarns runden jeden Thermalurlaub in der Region Pécs-Villány-Harkány ab.
Häufige Fragen zum Thermalurlaub in der Region Pécs
Welches Thermalbad liegt am nächsten zu Pécs?
Das nächstgelegene große Heilbad ist die Therme Harkány, rund 30–50 Kilometer südwestlich von Pécs. Mit dem Auto ist sie in etwa 30 bis 50 Minuten zu erreichen. Das Heilwasser ist schwefelhaltig und besonders wirksam bei Gelenk- und Hauterkrankungen. Alternativ liegen die Therme Siklós und das Thermalbad Szigetvár ebenfalls in Tagesausflugs-Distanz.
Wann hat die Therme Harkány geöffnet?
Das Heilbad Harkány ist ganzjährig geöffnet, in der Regel täglich von 9 bis 18 Uhr. Die Außenbecken und der Rutschenpark sind saisonal von Mai bis Oktober in Betrieb. Aktuelle Öffnungszeiten und Preise finden Sie auf der offiziellen Website harkanyfurdo.hu.
Für welche Erkrankungen ist das Heilwasser in Harkány geeignet?
Das schwefel- und hydrogenkarbonathaltige Thermalwasser in Harkány wird vor allem bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, Arthritis, Osteoporose, chronischen gynäkologischen Entzündungen und Schuppenflechte (Psoriasis) eingesetzt. Vor einem medizinischen Kuraufenthalt empfiehlt sich eine Konsultation beim Badearzt vor Ort.
Hat Pécs 2025 einen Tourismusboom erlebt?
Ja. Laut dem Statistischen Zentralamt Ungarns (KSH) war 2025 das stärkste Tourismusjahr in der Geschichte Ungarns. Das Urlaubsgebiet Pécs-Villány gehörte zu den Regionen mit überdurchschnittlichem Wachstum bei den inländischen Übernachtungszahlen. Zugleich entstehen in Pécs neue Vier-Sterne-Hotels, die das Angebot für internationale Gäste aufwerten.
Wie kombiniere ich Pécs mit Thermalurlaub am besten?
Ideal ist eine Basis in Pécs oder direkt in Harkány für 4–7 Nächte. Tagsüber Thermalanwendungen und Ausflüge zu den Bädern der Region; abends Stadtbummel in Pécs mit seinen Restaurants, Museen und dem Zsolnay-Kulturviertel. Eine Weinprobe in der nahen Weinregion Villány lässt sich ebenfalls mühelos integrieren.
Ist Pécs für internationale Gäste leicht erreichbar?
Pécs hat einen kleinen Regionalflughafen (Pécs-Pogány). Die meisten internationalen Gäste fliegen nach Budapest und reisen dann per Bahn oder Auto weiter – die Fahrtzeit beträgt etwa 2,5 Stunden. Direktzüge verbinden Budapest-Keleti regelmäßig mit Pécs.