Diese an Slowakien, Österreich, Slowenien und Kroatien grenzende Region
erstreckt sich von der Donau bis zur Drau, vom Neusiedler See bis zum Plattensee. In der Hügellandschaft liegen
Städte mit besonders interessanten Baudenkmälern. Die Region bietet viele
Freizeitmöglichkeiten: Wassersport, Wandern, Angeln, Reiten, Rad fahren usw. Berühmt
sind die guten Weine und das angenehme Wetter.
Bük
Bad Bük liegt an der Grenze Österreich-Ungarn, nur etwa 100 km von Wien
entfernt. Der internationale Kurort
zählt zu den beliebtesten Thermalbädern in Ungarn. Das Heilwasser ist reich an
Kalzium, Magnesium und Hydrogenkarbonat, lindert Erkrankungen des Bewegungsapparats,
Verdauungsprobleme und Kreislaufstörungen. Urlaubsgäste schätzen den guten Service
der Hotels und den schönen Golfplatz des Birdland Golf &
Country Clubs (mit 9 und 18 Löchern). Sehenswert ist das Szapáry-Palais. Das ruhige,
gepflegte Städtchen verfügt über herrliche Park- und Grünanlagen.
Fertőd
Die Stadt liegt etwas abseits der Staatsstraße 85 und verfügt über ein
imposantes Barockschloss, das Fürst Esterházy 1770 dem Wiener
Hochadel vorstellte. Ein mit Springbrunnen geschmückter Hof und ein herrlich
angelegter Park umgeben das Schloss. Im Schlossmuseum präsentieren Wandteppiche,
Wandleuchter, Möbel und kostbare Ziergegenstände die barocke Lebensweise. Joseph
Haydn (1732–1807) wirkte in der Stadt als Hofkapellmeister. Ein Haydn-Gedenkzimmer
kann in der Musikschule besichtigt werden.
Köszeg
In Köszeg erklingen nicht nur mittags, sondern auch um 11.00 Uhr die Glocken
und erinnern an den Burgkommandanten Miklós Jurisics, der die Türken um genau diese
Uhrzeit besiegt haben soll. Die Jurisics-Burg entstand im 13.
Jahrhundert, ihre heutige Gestalt erhielt sie nach dem Brand von 1777. Prächtige
Baudenkmäler säumen den Jurisics-Platz. Imposant ist das Tor der Helden, daneben
steht das Arkadenhaus. Nahezu alle umliegenden Häuser stehen unter Denkmalschutz.
Das Rathaus wurde im 15. Jahrhundert erbaut und trägt Merkmale der Gotik und des
Barock. Die Kirche Sankt Emmerich vereint mehrere Baustile, die Kirche Sankt
Jakob gehört zu den ältesten Bauten der Stadt.
Koszeg-Gebirge
Im Naturschutzgebiet Koszeg gedeihen seltene Pflanzen, es bietet herrliche
Ausflugsziele, z. B. die “Sieben Quellen“. Im 18. Jahrhundert wurden die
Steier-Häuser erbaut. Der Irottko ist mit 883 Metern der höchste Berg der Region.
Die Weinkellerzeile in Cák besteht aus acht denkmalgeschützten
Kelterhäusern. Über Velem steht die im 13. Jahrhundert erbaute
Kapelle des heiligen Vid. Sehenswert ist auch das ehemals königliche
Jagdschloss, Schloss Sibrik in Bozsok.
Nagycenk
In diesem Ort steht das Schloss des Grafen István Széchenyi (1791–1860). Der
„große Ungar“ ließ die Kettenbrücke in Budapest bauen, gründete die Akademie der
Wissenschaften, förderte die Donaudampfschifffahrt und führte die
Rennpferdezucht in Ungarn ein. Das Schloss ist heute ein Museum. Züge der
Museumsbahn starten nach Fertoboz, von der klassizistischen Gloriette aus hat man
eine einmalige Aussicht auf den Neusiedler See. Vom Schloss führt ein Weg zur Familiengruft.
Pannonhalma
Die Benediktinerabtei der Stadt an der Staatsstraße 82 wurde zum
UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Von der Kirche gelangt man durch das spätromanische
Prunkportal „Porta Speciosa“ in den Kreuzgang und in das Kloster. Mit 360.000 Bänden
ist die Benediktiner-Bibliothek eine der größten der Welt. Zum Kloster gehören ein
Gymnasium mit Internat, in dem Benediktiner unterrichten. Das
Millenniumsdenkmal entstand vor rund einhundert Jahren zum Gedenken
der ungarischen Landnahme.
Sárvár
Einst befand sich hier die römische Siedlung „Bassiana“. Eine lange steinerne
Brücke führt zum Tor des Renaissance-Burgschlosses Nádasdy, das im
16. Jahrhundert an der Stelle einer früheren Festung errichtet wurde. Das
Schlossmuseum präsentiert die Burg- und Stadtgeschichte, zeigt Wissenswertes über
die ungarischen Husaren und eine umfangreiche Kunstgewerbesammlung. Im
Arboretum stehen mehrere über 300 Jahre alte Eichen. Das
salzhaltige Wasser im Heilbad wird bei
verschiedenen Erkrankungen empfohlen, die „Thermalkristalle“ kann man kaufen und zu
Hause als Badekur anwenden.
Sopron
Das heutige Sopron entwickelte sich aus dem römischen Ort „Scrabantia“, einer
wichtigen Station an der Bernsteinstraße. Es liegt an der österreichischen Grenze
zwischen Kiefernwäldern und Weingärten, das Klima ist subalpin. Wahrzeichen der
Stadt ist der 61 Meter hohe Feuerturm, in dem Skulpturen und
Steinmetzarbeiten ausgestellt sind. Den barocken Hauptplatz prägt die
Benediktinerkirche aus dem 17. Jahrhundert. Das Storno-Haus mit
barockem Eckerker ist ein Museum mit Antiquitäten und heimatkundlichen Exponaten.
Die Dreifaltigkeitssäule aus dem 17. Jahrhundert ist ein Kunstwerk
des ungarischen Barock. Ein neugotisches Bauwerk des 19. Jahrhunderts ist die
Ursulinen-Kirche. Die alte Synagoge wurde Ende des 13. Jahrhunderts errichtet. Das
Eggenberg-Haus wurde im Stil der Spätrenaissance errichtet. Die Fresken der
600jährigen gotischen Kirche Sankt Georg stammen aus dem 18. Jahrhundert. Im
Burgviertel laden elegante Geschäfte zum Einkaufsbummel ein. Hier
steht auch die Mariensäule. Die gotische Heiliggeistkirche gehört zu den
wertvollsten Bauten der Stadt, imposant ist das vor 300 Jahren errichtete
Zwei-Mohren-Haus. Der Turm der gotischen Kirche Sankt Michael überragt die Stadt. Im
ehemaligen Franziskaner- und späteren Benediktiner-Ordenshaus ist der
mittelalterliche Kapitelsaal erhalten geblieben. Im Esterházy-Palais ist eine
Ausstellung über Forstwirtschaft, Holzindustrie und Vermessungstechnik, im einzigen
Bäckermuseum (Pékmúzeum) des Landes sind Backstube, Konditorei und
Zuckerbäckerei untergebracht. Die umliegenden Lövérek-Berge bieten
ideale Ausflugsmöglichkeiten. Beliebt sind das Waldbad und das Seemühlenbad
(Tómalom-fürdo).
Szombathely
Die heutige Stadt nahe der österreichischen Grenze steht an der Stelle der
Römersiedlung „Savaria“. Auf dem Ruinenfeld der ehemaligen Römerstadt wurden die
Grundmauern öffentlicher Gebäude und Fragmente eines Isis-Tempels freigelegt. Der
Stadthalterpalast, das Mercurius-Heiligtum, die öffentlichen Bäder, fast 50 Meter
der alten Bernsteinstraße und das Zollhaus sind sehenswert. Eine der größten
Barockkirchen in Ungarn ist die Basilika. Der Festsaal des im
Zopfstil errichteten Bischofspalais (Püspöki Palota) gehört zu den
schönsten Barocksälen des Landes. Neben der gotischen Pfarrkirche aus dem 14.
Jahrhundert befindet sich das ehemalige Franziskanerkloster. Im Altarraum der
ehemaligen Dominikanerkirche St. Martin sieht man gotische Wandbilder, die den
berühmtesten Sohn der Stadt, den heiligen Martin, darstellen.
Őrség
Das Erholungsgebiet an den bewaldeten Hängen spielte seit dem 10. Jahrhundert
eine wichtig Rolle. Das südlich von Szentgotthárd liegende
Hügelland hatte „strategische Siedlungen“ von jeweils fünf bis zehn Gehöften. Die 18
Dörfer weisen heute noch die Siedlungsform aus der Zeit der Landnahme auf. Das
Zentrum des Gebiets ist Oriszentpéter. In Pankasz
steht ein schöner alter Glockenturm. Die Kirche von Velemér hat wunderschöne
Fresken. Der Vadása-See ist ein beliebtes Ausflugsziel. Berühmt
sind die Töpferwaren der Region, ihre Gastronomie und die
volkstümlichen Traditionen.